Unterfeldhaus-AKTIV e. V.
Wanderung entlang des renaturierten Eselsbachs in Unterfeldhaus
Mit Unterstützung vom Bergisch-Rheinischen Wasserverband (BRW).

Der Einladung des Bürgervereins Unterfeldhaus-AKTIV folgten gut zwanzig Personen, die vielfältiges Interesse an den vom Bergisch-Rheinischen Wasserverband (BRW) durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen am Eselsbach in Unterfeldhaus zeigten. Die Maßnahme umfasst die Strecke von der Betonbrücke Thieleshof/Hahnhof im Osten bis zur Rothenbergstraße im Westen, auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometern.
Herr Jörg Conrady vom BRW erläuterte nicht nur die baulichen Maßnahmen, sondern beantwortete auch vielfältige Fragen der Teilnehmer/innen, die sich am Ende der Wanderung mit einem herzlichen Applaus bei ihm bedankten.
Zunächst stellte Herr Conrady den BRW vor, der als Körperschaft des öffentlichen Rechts zum Wohl der Gemeinschaft den Schutz und die vielseitige Nutzung der Gewässer durch Anwohner und Wirtschaft in Einklang bringen muss.
In Verantwortung für die mehr als 500.000 Menschen im Verbandsgebiet (= die 10 Städte, die dem Kreis Mettmann angehören) sorgt der BRW sowohl für die Reinigung des Abwassers als für auch die Entwicklung und Unterhaltung der Gewässer. Durch Letzteres trägt er maßgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt im komplexen Ökosystem Gewässer bei. Er zeichnet verantwortlich für ca. 970 Kilometer Gewässerläufe und sichert damit die lebensnotwendige Ressource Wasser.
Die Renaturierung des Eselsbachs, finanziert mit Fördermitteln des Landes NRW, hatte in erster Linie die Anforderungen der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in diesem Bereich zu erfüllen.
Weiterhin sollte der Bach ökologisch aufgewertet, also naturnah entwickelt werden. Dafür wurde das Gewässer streckenweise in ein geschwungenes Bachbett mit unterschiedlichen Wassertiefen verlegt. Zusätzlich wurde zur Verbesserung der Strukturvielfalt Totholz eingebracht, das vielen Wasserkleinstlebewesen einen wichtigen Lebensraum bietet und die nötige Artenvielfalt fördert.
In die neu angelegte Bachaue mit dem verbreiterten und geschwungenen Bachlauf kann sich das Wasser in Fällen von heftigen Regenereignissen ausdehnen und somit Hochwasser verhindern oder zumindest abmildern.
Auf dem schön ausgebauten bachbegleitenden Fuß- und Radweg herrscht reger Betrieb mit großen und kleinen Fußgängern, Hundehaltern, Radfahrern u.a. - sowohl in Richtung Unterbacher See als auch in Gegenrichtung. Wie sich bei der Wanderung zeigte, ist gegenseitige Rücksichtnahme die unerlässliche Voraussetzung dafür, die dortige schöne Umgebung genießen zu können.
Informationsquelle: Internetseite des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes


